Arzneimittel im Internet
Etwa 7,1 Millionen Deutsche kaufen bereits Medikamente im Internet. Besonders bei vielen älteren Menschen zwischen 50 und 64 sind die Online-Apotheken beliebt. In dieser Altersgruppe hat bereits jeder Siebte schon einmal Medikamente über das Internet bestellt.
Vorteile
Bequem von zu Hause aus Medikamente und sonstige Apothekenartikel bestellen - das bieten die zahlreichen Internetapotheken. Der Einkauf im Internet und der Versand direkt nach Hause vereinfachen vor allem älteren und bewegungseingeschränkten Menschen, aber auch Einwohnern von Orten mit einem geringen Angebot an Präsenzapotheken den Medikamentenkauf. Man kann rund um die Uhr einkaufen und ist unabhängig von Apothekenöffnungszeiten. Zudem kann man im Angebot der Internetapotheken stöbern und sich über verschiedene Produkte informieren. Die Bestellung im Internet verspricht zudem Diskretion. Mit einem entsprechenden Rezept kann man auch verschreibungspflichtige Medikamente kaufen.
Sparpotenzial
Einige Apothekenartikel können im Internet deutlich günstiger erworben werden. Wer hier Preise vergleicht, kann im Vergleich zur Apotheke vor Ort etwa 20 bis 50 Prozent an Kosten sparen. Oft gibt es Bonusleistungen, Sonderangebote und Rabatte bzw. eine versandkostenfreie Lieferung ab einem bestimmten Mindestbestellwert. Vor allem viele chronisch Kranke wissen diese Einsparmöglichkeiten zu schätzen.
Gefahren
Die größte Gefahr beim Medikamentenkauf im Internet ist es, an unseriöse Verkäufer zu geraten, die Fälschungen, in Deutschland nicht zugelassene Mittel oder verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept verkaufen - vor allem, wenn die Anbieter ihren Sitz im Ausland haben. Denn z. B. in Deutschland haben nur zugelassene Präsenzapotheken auch die Erlaubnis zum Versandhandel, ähnliches gilt für die Niederlande und Großbritannien. Die Gefahr lässt sich vermeiden, indem man die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter (Impressum) prüft und verlässliche Quellen nutzt. Zudem fehlt die persönliche Beratungsmöglichkeit. Dafür bieten die Versandapotheken jedoch eine telefonische Fachberatung an, die man im Zweifelsfall unbedingt auch in Anspruch nehmen sollte. Ansonsten ist die Gefahr von Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Einnahmefehlern mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen gegeben. Zudem ersetzt die Selbstbehandlung nie einen eventuell nötigen Arztbesuch.